Rote Zellen

Performance auf dem Wasser für Rosa Luxemburg
Ort: Landwehrkanal an der Lichtensteinbrücke
Berlin - Tiergarten, 1999

Am 15. Januar 1919 wurde Rosa Luxemburg im Alter von 48 Jahren ermordet und an der Lichtensteinbrücke in den Landwehrkanal geworfen. Am 31. Mai 1919 erfolgte die Bergung, der an der Unterschleuse angeschwemmten Leiche.

Im 80-zigsten Jahr nach dem gewaltsamen Tod von Rosa Luxemburg führe ich zum Gedenken an dieses Ereignis am Nachmittag des 19. 9. 1999 eine Kunstaktion durch. Diese ist gebunden an den Tatort Lichtensteinbrücke/Landwehrkanal in Berlin Tiergarten und an den Weg der Leiche bis zum Fundort an der Unterschleuse.
Die Arbeit besteht aus 48 rot lackierten Papierkörpern. Diese sind flach (ca. 30cm dick) annähernd kreisrund ( Durchmesser 140cm) und an den Rändern mit jeweils 10 Metallgriffen versehen. Die Objekte sind begrenzt schwimmfähig.
Die roten Körper werden an der Lichtensteinbrücke nach und nach zu Wasser gelassen. Mit einem Ruderboot ziehe ich die durch ein Seil miteinander verbundenen Körper über den Landwehrkanal von der Lichtensteinbrücke bis zur Unterschleuse. An der Schleuse werden die Papierkörper nacheinander aus dem Wasser geborgen. Sie sind durch die Aktion überwiegend zerstört.

Hildegard Skowasch

Anmerkung: Diese Objekte waren ein Jahr zuvor Teil des Projektes „unterwandern“.

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